Bild #1: THE ONE & the one

THE ONE & the one | Colette Gomette & Anna de Lirium>

Théâtre de la Girandole, Montreuil, Frankreich
27., 30., 31. 1. und 1. 2. 2020 jeweils 20:30h
2. 2. 2020 um 17:00h
Théâtre de la Girandole

Espace Alya, Festival Off d'Avignon, Frankreich
vom 3. bis 23. 7. 2020

Geburt eines Duos

Colette Gomette und Anna de Lirium
Hélène Gustin - Frankreich und Tanja Simma - Österreich

In der puren Tradition der großen klassischen Komikduos wie Harlecchino & Brighella, Footit & Chocolat, Stan Laurel & Oliver Hardy, Jerry Lewis & Dean Martin, präsentieren wir Anna de Lirium und Colette Gomette. Eine einzigartige Kombination zweier starker Clownfrauen.

Hélène Gustin „Colette Gomette“ und Tanja Simma „Anna de Lirium“, beide jahrelang solo unterwegs, fanden sich 2014 während einer Tournee in Brasilien, nachdem sie jahrelang DEN oder DIE Clown-Partnerin gesucht hatten.

Seit mehr als 25 Jahren wachsen und entfalten sich ihre beiden Clownfiguren auf internationalen Bühnen, Festivals, Straßen und Krankenhauskorridoren.

Profis in der Kunst der visuellen Clownerie, sind hier also zwei Solistinnen, die ihre Kräfte bündeln. Aus dieser fruchtbaren Beziehung entsteht eine Fülle von Situationskomik!

Sie spielten ihr gemeinsames Stück „THE ONE & the one“ bereits in mehr als zehn Ländern (Kolumbien, Peru, Brasilien, Nicaragua, Salvador, Honduras, Finnland, Spanien, Portugal, Österreich, Frankreich, …).

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THE ONE & the one

Das Stück

Eine Große und eine Kleine.
Eine Stämmige und eine Dürre.
Der komische Effekt ist riesig, doch ihr Spiel beschränkt sich bei weitem nicht auf diesen Unterschied.

Die eine meint, die Klügere zu sein während die andere so naiv ist, das zu glauben.

Die große Anna ist ein gigantisches Liebesbündel, stets bereit zu helfen, um von der anderen wahrgenommen zu werden, während die kleine Colette für sich Freiheit und Selbstständigkeit beansprucht, ohne jedoch dazu fähig zu sein.

Die Stärke der einen ist ihre Größe, die der anderen die Schnelligkeit.

Sie sind verbunden wie Yin und Yang, Ham & Eggs, Wein & Käse, getrennt und doch vereint. Sie brauchen einander und sind doch ständig auf der Suche nach dem Gleichgewicht von Nähe und Distanz.

Wie ein Spiegel unserer Menschheit zeigen sie uns die Wechselbäder der menschlichen Beziehungen. Überbordende Freundlichkeit, versteckte Wünsche und Egozentrik stellen ihre Freundschaft auf eine harte Probe.

Diese beiden unbedarften Wesen mit ihren scheinbar einfachen Geschichten erlauben uns einen tiefen Blick in die Essenz des Menschseins.

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Hintergrund

Unsere Leidenschaft für Clownerie ist unsere größte Motivation. Unser Anspruch ist eine sensible, feine, subtile Clownfigur mit starkem Charakter.

Die Basis des Stücks sind unsere Figuren. Wir halten es bewusst minimalistisch, mit einem einfachen Bühnenbild und sehr wenigen Requisiten, um der Qualität unserer ersten Begegnung treu zu bleiben und mit Leichtigkeit unsere Reisen zu viert fortsetzen zu können (Colette, Anna, Tanja und Hélène).

Seit Beginn dieses Abenteuers wollten wir das Stück fragmentartig gestalten, wo die Szenen und Nummern je nach Bedarf unterschiedlich zusammengestellt werden können. Unser Ziel ist es, überall spielen zu können.

Das Stück kann in seiner Gesamtheit gespielt werden aber auch einzelne Nummern oder Szenen können leicht z.B. in ein Zirkusprogramm oder Varieté integriert werden…

Unser Wunsch ist es, dem Publikum zu begegnen, wo immer es auch sein mag und wir träumen davon, dass die beliebte Kunst der Clownerie ihre Nähe zu den Menschen behält.

Warum die rote Nase?

Die rote Nase ist eine Maske, „die kleinste Maske der Welt“.

Clowns sind Widerstandskämpfer, ohne es zu wissen, schwimmen sie gegen den Strom der Gesellschaft. Als natürliche Anarchisten leben sie ihr Leben frei, ohne Dogmen einhalten zu müssen, außer ihren eigenen. Sie sind weder in der Zukunft, noch in der Vergangenheit, sie leben mit voller Kraft in der Gegenwart. Ihre schlechten Eigenschaften, ihre Misserfolge, ihre Wagnisse sind die Basis ihres Erfolgs.

Clowns sind ist ein offenes Buch, dem ein Gedicht entflieht. Ihr ausdrucksvoller Körper erzählt mehr als ihre Worte. Ihre Sprache ist universell.

Das Publikum begleitet die Clowns auf eine Reise durch Gefühle, Empfindungen, starke Emotionen - und Lachen.

Die rote Nase erzeugt einen Vergrößerungseffekt und stellt zugleich die nötige Distanz her, die eine intimere und tiefere Begegnung mit dem Publikum ermöglicht. Wie ähnlich sind wir uns, wenn wir genauer hinsehen?

Eine richtige Maske verbirgt nicht, sie macht sichtbar.
Ariane Mnouchkine

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Was andere sagen

You are both amazing clowns, so now you will be twice as amazing!!!
Annette Devick, Artistic Talent Scout Cirque du Soleil

Fantastic! A clown-marriage made in heaven!
Nola Rae

Mit „THE ONE & the one“ wurde gestern im Teatro Luis Poma der Traum eines Clownstücks, wo Talent, Technik, Dramaturgie und Inszenierung perfekt im Gleichgewicht sind, zur Realität. Es handelt sich dabei nicht nur um das außergewöhnliche Talent beider Darstellerinnen des Tandems Anna & Colette. Als würdige Erbinnen des Theaters von Samuel Beckett bringen sie das klassische Duo des Stummfilms auf eine neue Ebene und zeugen von Toleranz, Freundschaft, Diversität, Solidarität und Sexualität, ohne dabei derb oder didaktisch zu werden. Die Österreicherin Anna und die Französin Hélène sind nicht nur köstlichst sondern auch große Künstlerinnen.
Roberto Salomon Director Teatro Luis Poma – San Salvador

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Plötzlich das erste Lachen, aus dem Mund eines sehr kleinen Kindes. Treffer! Woher kommt dieses helle Lachen, das nicht aufzuhören scheint? Wieso lässt dieses unbändige Lachen aus mir das gleiche ursprüngliche die Zeit aufhebende Gefühl heraussprudeln und vereint im selben Freudenschrei einen Sechzigjährigen und ein Kleinkind? Auf der Bühne bieten die große Naive und die kleine Unwirsche dem Publikum des zum Bersten vollen Théâtre de l’Arlequin eine Stunde wiedererweckte Kindheit. In unseren Erinnerungen versunkene Ereignisse brechen auf. Kleine wie Große sind von einer urkomischen Dramaturgie mitgerissen, wo sich die Fäden unseres Gefühlslebens – Reiz, Zuneigung, Wut, Spannung - ineinander verweben und dabei eine wortlose Geschichte bilden und der Burleske, der Selbstironie und der Weisheit der Clownkunst die nötige Würze verleihen. Das Lachen, so heißt es, ist dem Menschen eigen. Das helle Lachen des Kleinkinds beweist, dass es sich zutiefst mit diesen komischen Figuren mit der roten Nase identifiziert hat, dass es seine menschlichen Gesten wiedererkannt hat, und dass eine Ungeschicklichkeit, etwas Unerwartetes, eine Clownerie es dazu gebracht hat, sich über dieses Ereignis zu erheben und dieses zu „reflektieren“. Eine Initiierung zum reflektierten Bewusstsein: dem Menschen eigen. Und der Beweis dafür ist, nicht eine gute Note auf eine Philosophie-Hausaufgabe, sondern das Lachen, das wunderbare Idiom des Glücks. Das Lachen des Kleinkinds, meines, des ganzen Saals.... Hohe Kunst!
Jean-Louis Sagot-Duvauroux, Philosoph und Dramaturg, Regisseur, Theaterdirektor, Cie Blonda, Frankreich

Bild: Helen

Hélène Gustin. Clown, Tänzerin und Pädagogin wurde an der École d'Art Dramatique Charles Dullin in Paris 1981 ausgebildet.

Ihre Clownfigur Colette Gomette wurde 1995 geboren – eine starke für ihre primitive und asoziale Persönlichkeit bekannte Clownin. Sie trat u.a. in Frankreich, Belgien, Portugal, Österreich, Chile, Brasilien, Kolumbien und Kanada auf.

Seit 1996 arbeitet sie auch für „Le Rire Médecinv (Clown-Doctors) wo sie Kinder in Krankenhäusern besucht. Nach vielen Tourneen mit ihrer Show „Les hommes ont 2 pattes de moins que les animaux“ (Menschen haben zwei Pfoten weniger als Tiere), ist sie jetzt mit ihrer jüngsten Kreation „Colette Gomette Prézidente“ unterwegs.

Hélène Gustin ist Clown-Pädagogin und bietet Seminare für die École Internationale Le Samovar in Bagnolet, La Ferme de Trielle im Cantal, la Fabrique Jaspir, Le Rire Médecin in Paris, Rote Nasen Clowndoctors in Österreich, Fil Rouge in Lausanne, Schweiz und sie ist künstlerische Beraterin von Hôpiclown in Genf.

www.colettegomette.com
Bild: Tanja

Tanja Simma. Clown. Sie wurde an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und an der „École de Mime et Clown“ in Frankreich ausgebildet.

Sie war die erste weibliche österreichische Künstlerin beim Cirque du Soleil und wirkte in der ersten Produktion der Dinnershow Palazzo in Wien mit. Außerdem ist sie Motor der eigenen „Comicompany“, Mitgründerin des ersten Clowntheaters in Wien (Theater Olé) und eine der Säulen im Team der Rote Nasen Clowndoctors.

Mit ihrem ersten Solostück „Anna de Lirium in THE SUBSTITUTE“ unter der Regie von „King of Fools“ Jango Edwards feierte sie 2012 ihr 25jähriges Bühnenjubiläum.

Seitdem trat sie in zahlreichen Ländern auf: u.a. Spanien, Portugal, Finnland, Belgien, Schweiz, Deutschland, Brasilien, Kolumbien...

www.anna-de-lirium.com